Der Jülicher Wassersportverein blickt auf ein für ihn ganz besonderes Jahr 2025 zurück. Anfang des
Jahres freuten sich begeisterte Kinder und Eltern über die Fortschritte beim Erlernen der sicheren
Schwimmfähigkeit, Wettkampfschwimmer trainierten für Wettkämpfe und durften große Erfolge
feiern, der Vereinsbetrieb lief zuverlässig gesteuert in gewohnten Bahnen. Um Ostern herum dann
das dicke „Ei“: das Jülicher Hallenbad musste geschlossen werden. Es begann eine der wohl
schwierigsten Phasen des über 100-jährigen Vereinslebens des JWSV. Blicken wir gemeinsam auf die
Reise durch das Jahr 2025:
Im Januar starteten die Damen- und die Herrenmannschaft des JWSVs bei den Deutschen
Mannschaftsmeisterschaften im Schwimmen in der Bezirksliga. Nachdem den Herren erst 2024 der
Aufstieg aus der Bezirksklasse gelungen war, feierten sie im Jahr 2025 einen noch viel größeren Erfolg.
Mit ihrer Teamleistung schafften die Herren ein überragendes Ergebnis und konnten sich über den
Durchmarsch in die Landesliga freuen. Die Damenmannschaft konnte den Klassenerhalt erfolgreich
sichern. Das Jahr fing damit sehr gut an für den JWSV. Im Februar wurden dann die
Bezirksmeisterschaften über die langen Strecken in Jülich ausgerichtet. Bei diesen Meisterschaften
vor heimischer Kulisse konnten die Jülicher Athleten und Athletinnen leistungsstark abliefern.
Im April dann die Nachricht über die Schließung des Jülicher Hallenbades. Dem JWSV entfiel von
einem auf den nächsten Tag die Basis für seinen Vereinszweck: in Gemeinschaft das Schwimmen
auszuüben, Menschen das Schwimmen zu lehren und den Schwimmsport zu fördern.
Zunächst musste der Vereinsbetrieb bis Mitte Mai vollständig ausgesetzt werden. Durch den Wegfall
von geregelten Trainingseinheiten stand bei manchen Jugendlichen und Familien des Vereins der
gewohnte Alltag auf dem Kopf. Mit Trainingsplänen von den Trainern und Trainerinnen, war den
Mitgliedern der Wettkampfmannschaften in den ersten Wochen selbst überlassen, wie, wo, wann
und ob man überhaupt trainieren geht. Die Schwimmer und Schwimmerinnen waren mehr denn je
gefordert, Willensstärke, Disziplin und Durchhaltevermögen zu zeigen und auch neu zu entwickeln,
um das Leistungsniveau zu erhalten. All das, ohne dass man wirklich wusste, ob da noch etwas
kommt für das es sich lohnt dranzubleiben. Doch es hat sich gelohnt. Anfang Mai schafften es fünf der
Sportler und Sportlerinnen aus Jülich, bei den deutschen Meisterschaften in Berlin zu starten. Allein
die Qualifikation für die Meisterschaften war ein Riesenerfolg für die fünf Starter und Starterinnen
und den gesamten Verein.
Die dann folgenden Monate sollten Mitgliedern, Übungsleitern und Vorstand sehr viel abverlangen.
Ohne zuverlässig zur Verfügung stehende Wasserflächen konnten weder Schwimmkurse noch
Breiten- und Wettkampfsportangebote stattfinden. Die zentralen Fragen: „Wie geht es weiter? Wie
kann ein Schwimmverein ohne nutzbares Schwimmbad bzw. ohne aktive Schwimmangebote
existieren? Schließlich wird der Verein durch die Mitglieder, die diese Angebote nutzen, getragen und
finanziert. Werden die Mitglieder ihre Treue zum JWSV halten und diesen durch Mitgliedsbeiträge
wirtschaftlich stützen, auch wenn keine Leistungen in Anspruch genommen werden können? Wie
können die Erträge aus dem im Jülicher Hallenbad ausgetragenen J-Cup, dem wichtigsten
Schwimmwettkampf für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene in unserer Region, kompensiert
werden?“. Alle Probleme, Herausforderungen, Sorgen wurden auf- und angenommen, es mussten
Möglichkeiten und Lösungen gefunden werden.
Ein erster Funke Hoffnung war die Eröffnung des Jülicher Freibades im Mai. Für die
Wettkampfmannschaften entstand die Möglichkeit, zwei bis dreimal die Woche im Freibad zu
trainieren. Wir waren dankbar für die Möglichkeit, auch wenn das Training noch nicht in einem
ausreichenden Umfang stattfinden konnte. Trainer und Mitglieder arrangierten sich mit deutlich
komplizierteren Bedingungen als man sie im Hallenbad kannte. Trotz dieser Voraussetzungen konnten
sich einige der Wettkampfschwimmer*innen bei den Bezirksmeisterschaften im Juni über starke Ergebnisse und neue Bestleistungen freuen. Bis zum Ende der Freibadsaison fand das Training unter freiem Himmel statt. Dabei stand immer die Frage im Raum „Was machen wir, wenn das Freibad schließt?“. Ab September dann ein Lichtblick. Durch Unterstützung und großen Einsatz der Städte Linnich und Jülich sowie der Stadtwerke Jülich und dem Dürener Service Betrieb konnten geregelte Nutzungsmöglichkeiten der Wasserflächen im Ruba Linnich und im Rurbad Düren erzielt werden. Der Vereinsbetrieb konnte nun wieder hochgefahren werden und kam langsam, aber sicher wieder ins Rollen. In den letzten zwei Monaten des Jahres konnten alle Angebote, soweit es für unsere Übungsleiter*innen, Trainerinnen und Mitglieder möglich war, wieder aufgenommen werden. Wir danken all unseren treuen Mitgliedern, Trainerinnen, Freunden und Unterstützern des JWSV, die
unseren Verein über die letzten Monate hinweg immer wieder unterstützt und für den Verein
gekämpft haben. Besonderen Dank dürfen und möchten wir dem Unternehmen ETC für eine Spende
in die Vereinskasse aussprechen. Dank euch allen können wir sagen: „unser Jülicher
Wassersportverein lebt.“
Ins Jahr 2026 starten wir mit der Hoffnung, den Vereinsbetrieb weiterhin so betreiben zu können, wie
es in den letzten Wochen gelang und unsere Vereinsangebote weiter ausbauen zu können, um
möglichst nah an den ursprünglichen Umfang unserer Angebote und Trainingseinheiten zu kommen.
Unsere glücklichen Kinder, sportlich aktive Jugendliche und Erwachsene sowie passive
Fördermitglieder und Unterstützer zeigen, dass der JWSV ein Zusammenschluss schwimmbegeisterter
Menschen, aus Jülich und der Umgebung, ist und bleiben wird.




